Die Gartenreise 2009 durch Österreich
Von Marlies Ortner, Stainz, SteiermarkVom niederösterreichischen Waldviertel über das oberösterreichische Traunviertel, das Salzburger Oberpinzgau bis zum Rand des Bregenzerwaldes in Vorarlberg – weiter über Oberkärnten und Unterkärnten in die Weststeiermark – und schließlich ins Südburgenland!
Naturnahe Gärten, die Sinn haben und Sinn stiften, zu besuchen und die Menschen kennen zu lernen, die diese Gärten versorgen und von ihnen versorgt werden, kann eine große Freude sein.
Vorschläge für deine/Ihre Gartenbesuche mit und ohne Führungen macht die „Die Gartenreise 2009“.
SILVA NORTICA
OBSTGARTEN der Wald1/4ler Bio-Baumschule Artner, Oberes Waldviertel, NÖ
Ziel des Gartens ist die Erhaltung alter Obstsorten. Für Menschen, die Interesse an den verschiedenen Zusammenhängen in der Natur haben, gibt es Viel zu sehen und zu erleben: Bäume alter Obstsorten, historische Rosen, Wildrosen, viele weitere Gehölze und den Baumschulbetrieb selbst, auf über 800 m. Die Anlage ist von Frühling bis Herbst interessant. Das ganze Gelände ist behindertengerecht gestaltet.
Öffnungszeiten: Frühjahr und Herbst Mo-Sa 8-12 und 14-17 Uhr, Sommer und Winter Mo-Sa 8-12 Uhr und nach Vereinbarung (EUR 2.- pro Person, Kinder frei). Fixe Führungen alle 3 Wochen siehe Homepage und nach vorheriger Vereinbarung für Gruppen, Reisebusse sind willkommen. Verkostungen nach vorheriger Vereinbarung. Zu kaufen gibt es Bäumchen und Pflanzen aller Art, Kartoffel, Dinkel, Mohn, Saatgut,...
>In diesem Sommer wird das 25-jährige Bestandesjubiläum der Baumschule gefeiert: 21.-23. August 2009, siehe Homepage. Der Silva-Nortica-Baumschulkatalog ist übrigens ein lesenswertes Kunstwerk, die Sortenvielfalt einmalig.
Silva Nortica ist im landschaftlich hochinteressanten Naturpark Nordwald im Dreiländereck OÖ-NÖ-Böhmen gelegen. In der Nähe findet man die einzige Bütten-Papier-Mühle Österreichs, einen Glasschleifer und ein Moorbad.
TRAUNVIERTLER PERMAKULTURGARTEN
Garsten bei Steyr, Oberösterreich
Der Garten liegt am Stadtrand von Steyr, in der so genannten Eisenwurzen über dem Flusstal der Steyr, zusammen mit weiteren Hausgärten einer Eigenheimsiedlung in einer sanft hügeligen, bäuerlich gestalteten Kulturlandschaft, am Rand von Äckern und Wiesen. Besucher/innen sehen bei einer Führung durch den 1000 m2 großen Selbstversorgungsgarten verschiedene Permakultur- und Naturgarten-Elemente und deren Zusammenspiel. Der Garten wird biologisch bewirtschaftet.
Der Garten will Interessierten die Selbstversorgung mit Kräutern, Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten näher bringen; das Kompostieren auf kleinem Raum, das kreative Arbeiten mit Recyclingmaterialien sowie Saatguterhaltung und –vermehrung zeigen; und Verständnis für ökologische Zusammenhänge fördern.
Zu sehen gibt es eine Kräuterspirale aus Recyling-Materialien, eine Wildsträucherhecke, eine Kompostanlage, Beete mit Gemüse und Würz/Heil-Kräutern, ein Hügel-und-Krater-Beet, ein Glashaus, Trockenbiotope, Erhaltung und Vermehrung von seltenem Gemüse, Kräutern und Blumen. Besonders interessant: die Chili-, Bohnen- und Tomatensammlung.
Geöffnet nur für vorher vereinbarte Führungen von März-Oktober. Besuchergruppen können auch einen Halbtages- oder Tageskurs zu Gartenthemen buchen. Verkostungen nur nach vorheriger Vereinbarung. Erhältlich sind Sämereien und Jungpflanzen von Kräutern, Gemüse, Blumen, Naturgarten- und Permakultur-Literatur und die Broschüre „Permakulturgärten sind … anders“ von Erwin Zachl und Marlies Ortner.
BIO-KRATERGARTEN
Bramberg am Wildkogel, Pinzgau, Land Salzburg
Besucher/innen erleben bei einem Spaziergang durch den fast 1000m2 großen Kratergarten Permakulturgemüse, Kräutervielfalt, Obst- und Beeren-Gehölze und in der Mitte des Kraters einen schönen Naturteich. Sie lernen die Vielfalt an Pflanzen und Tieren in diesem einmaligen Garten kennen, der nicht nur der Selbstversorgung, sondern auch der Erholung dient. Der Garten soll die große Bedeutung der Natur als unsere Lebensgrundlage wieder in den Köpfen und Herzen der Menschen verankern.
Im Kratergarten ist der Anbau von verschiedensten Kräutern, Beerensträuchern, Obstbäumen und Gemüse zu sehen, am Hof die Haltung von behornten Pinzgauer Rindern und von Sulmtaler Hühnern und das von ihnen beheizte Gewächshaus.
Öffnungszeiten: Der Garten ist nur im Rahmen von Führungen geöffnet.
Führungen: Mitte Juni bis Ende September nach vorheriger tel. Vereinbarung.
NATURERLEBNIS PERMAKULTURGARTEN
Dornbirn, Vorarlberg
Die Gartenthemen sind Leben, Arbeiten und Selbstversorgung im Einklang mit der Natur. Zu sehen sind ein Cordwoodhühnerstall mit Bewohner/inne/n, ein Erdgewächshaus, ein Kraterbeet, ein Insektenhotel, Gemüse- und Kräuterbeete in allen Variationen, Minischweine bei der Arbeit und andere Permakulturelemente. Von Juni bis September ist der Garten am interessantesten. Der Garten ist nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Führungs-Termine und Veranstaltungsprogramm bitte anfordern oder auf der Homepage. Führungen für Gruppen nach vorheriger Vereinbarung.
KRÄUTERPARADIES UND PERMAKULTURSCHAUGARTEN
am Millstätter Berg, Oberkärnten
Der Paradiesgarten ist ein Nutz- und Schaugarten für naturnahes Gestalten und Nutzen von Kleinflächen zur Selbstversorgung mit Kräutern, Blumen, Obst, Beerenobst und Gemüse.
Besucher erleben einen Garten voller Ideen, wie man sparsamst und doch schön gestalten kann. Wie man mit wenig Aufwand an Arbeit und komplett ohne Gießen herrliche Ernten erzielt, wie man die kleinen Helferlein im Garten optimal schützt und wie man die Ernten gut verwerten kann (Verarbeitung zu Tee, Gewürzen, Marmeladen, Säften usw.)
Man erlebt zu jeder Jahreszeit die Erscheinung der
verschiedenen Pflanzen und Anbauformen, wie Hügelbeet, Hochbeet, Mulchbeet, Natursteinmauern, Kartoffellturm, Kräuterschnecke, Kürbishochbeet, Mischkulturen; Quartiere für Nützlinge, Teich, Wildbienenquartier, Ohrwurmbehausungen, Bienenstöcke, Eidechsensteinhaufen, Igelhaufen. Von Ende Mai bis Oktober ist der Garten am interessantesten, am allerschönsten im Juli.
Öffnungszeiten: täglich von 7.30 – 20 Uhr (Eintritt EUR 2.- pro Person, Kinder frei), Gruppen müssen ab 5 Personen angemeldet werden. Führungen nach vorheriger Vereinbarung und im Juli und August jeden Mittwoch, 10-13 Uhr. Tag der offenen Tür am 11. 7 2009. In der Kräuterstube gibt es Kräutertee, Gewürze, Kräutersalz, Marmeladen, Säfte, Honig, eingelegtes Gemüse, Lavendelsackerln, Kräuter- u. Dinkelkissen, Liköre, Zirbengeist, … Verkostungen nach vorheriger Vereinbarung.
AROMAGARTEN GiDoSa
Salchendorf Nähe Völkermarkt, Kärnten
Biolandwirtschaft Adolf und Brigitte Hudelist, Hanfpapiermanufaktur,
Salchendorf 6, A 9064 Pischeldorf, Tel. (0043-) – (0)699-100 888 07
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Der Aromagarten GiDoSa möchte den Besuchern/innen die Vielfalt und Schönheit der Natur nahe bringen, damit sie ökologische Kreisläufe wahrnehmen und wieder sehen lernen. Der ca. 5000 m2 große Garten ist als Blattmuster gestaltet und sehr übersichtlich gegliedert. Die drei großen „Blätter“ zeigen eine Fülle an Faser-, Öl-, Färbe-, Duft- und Aromapflanzen. Gezeigt werden auch ein Permakultur-Vermehrungsgarten, ein Bio-Weingarten und ein Schau-Bienenstock. Am Biohof werden in Handarbeit Hanfpapier-Spezialitäten hergestellt.
Öffnungszeiten: Mai – Oktober, jeden Mittwoch nachmittag. Führungen: jeden Mittwoch, 16 Uhr, EUR 6.- pro Person, nach vorheriger tel. Anmeldung. Führungen für Gruppen zu anderen Zeiten und Verkostung von Gartenprodukten nach vorheriger tel. Vereinbarung. Im Hofladen gibt es Bio-Sämereien und Bio-Jungpflanzen, Kräuter- und Obstprodukte und Naturkosmetik.
GEISTTHALER KRÄUTERGARTEN
Nähe Geistthal, am Fuß der Gleinalpe, Nordweststeierm
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Biobauernhof Fam. Bernhard u. Hermine Rainer, Eggartsberg 2, A 8153 Geistthal,
Tel.: 0664 / 5936856 und Tel. 03149 / 2353, poger.hermi@24on.cc,
(siehe auch www.silafa.at – Begleiter in meiner Nähe - Geistthal >s.profil)
Der Garten ist Teil einer biologisch geführten Landwirtschaft mit Schwerpunkt Milchschafhaltung. Seit 2002 werden hier Gewürz- und Heilpflanzen angebaut. Gleichzeitig wurde auch mit der schrittweisen Umstellung des gesamten Bauernhofes nach den Prinzipien der Permakultur begonnen.
Der Garten ist in die gesamte Hoffläche und zum Teil auch in den landwirtschaftlichen Betrieb integriert: Der Selbstversorgergarten, als Permakultursystem angelegt und in eine Sonnenfalle eingebettet, dient vorwiegend der Ernährung der Familie und ist ein Genuss für alle Sinne. Obstbäume stehen da im Verbund mit Beerensträuchern, Stauden, Heilkräutern, Gewürzkräutern, Erdbeeren, - kurzum ein üppiges Angebot für Augen, Nase und natürlich den Gaumen. Das Mandalabeet als Herzstück des Kräutergartens ist der Ort, wo die verschiedenen Teemischungen des Kräuterbetriebes geerntet werden, aber auch Geist und Seele Nahrung finden.
Weiters gibt es verschiedene „Permakulturelemente“ in ihrer Funktion als integrierte Bestandteile im Bewirtschaftungssystem zu sehen: eine Kräuterspirale im Hofbereich, Grasdächer auf dem Stallgebäude, Schafmistkompostierung, ein Hochbeet, Hügelbeete, Wildsträucherhecken, bepflanzte Baumscheiben, Terrassenbeete, Feuchtbiotope, Trockenbiotope, Hühner, Enten, Bienen als Mithelfer, und Vieles mehr. Das ganze System ist so aufgebaut, dass fast ausschließlich am Hof und im System anfallendes Material und „Potenzial“ verwendet werden, welches sich dann irgendwann zu Humus verwandelt.
Der Garten hat in allen vier Jahreszeiten seinen Reiz, besonders in der Zeit der Goldmelissenblüte (Juni / Juli), die einen großen Anteil an den Kräuterflächen hat
Eingeladen sind jene Menschen, die Liebe und Verständnis aufbringen für die vielen Gesichter, die die Natur uns zu bieten hat; für ihr Entgegenkommen, aber auch dafür,dass sie sich unseren Bemühungen widersetzt, um uns letztendlich einen anderen - wenn auch unkonventionelleren Weg oder Lösungen zu zeigen! Eingeladen sind interessierte Menschen jeden Alters, die bereit sind über die Grenzen eines Gemüsebeetes oder Gartenzaunes hinaus zu schauen.
Öffnungszeiten: ab Mai jeden Freitag von 14.00- 18.00 Uhr. Kosten für unbetreuten Besuch: 1,80 € pro Erwachsener als Spende für die Erhaltung des Gartens, Kinder unter 12 Jahren frei. Führungen nach vorheriger Vereinbarung für Gruppen. 2.05.2009 Gartensaisoneröffnung mit Führungen, Pflanzentauschmarkt, Kartoffelsetzen, Kartoffelturmbauen und Stangenbohnensetzen mit Kindern. 21.06.2009 Tag der offenen Gartentür Schwerpunkt Goldmelisse. 16.08.2009 Tag der „Schafgaben“, das Schaf mit seinen Gaben für uns Menschen. 20.12.2009 Einladung in den Winterzaubergarten.
GARTEN DER VIELFALT
Therapiegarten, Stainz, Südweststeiermark
Besucher/innen sehen bei einem Spaziergang eine alte Streuobstwiese, verschiedene Elemente eines Natur- und Permakulturgartens, Saatguterhaltung und –vermehrung, Wildblumen- und Bauerngartenblumen-Beete, Kräuterspirale, Wildsträucherhecken, Hügelbeete mit Gemüse und Würz/Heil-Kräutern, Bauerngarten. Besonders interessant: die Bohnen-, Tomaten- und Kürbissammlung. Besuchergruppen können auch ein Halbtages- oder Tagesseminar zu Gartenthemen buchen, ein geeigneter Kursraum für bis zu 25 Personen ist vorhanden.
Öffnungszeiten: 21. März – 27. Juni 2009 jeden Mi, Sa und So 10-16 Uhr und nach Vereinbarung. Führungen für Gruppen und Verkostung von Gartenprodukten nach tel. Vereinbarung. Im Hofladen gibt es eine große Vielfalt an Bio-Sämereien und Bio-Jungpflanzen, Kräuter- und Obstprodukte, Natur- und Permakulturgarten-Literatur und die Therapiegarten-Naturkosmetik.
GARTEN DER SINNE
am Rundweg rund um Moor, Rohr (nähe Stegersbach) im Südburgenland;

Ein Naturerlebnis für alle Sinne – Natur Hören; Schmecken; Schnuppern; Schauen; Fühlen. In einem Ringwall mit etwa 28 m Durchmesser wurde für jeden Sinn ein Gartenzimmer eingerichtet. Im Zentrum liegt eine etwa 200 Jahre alte Schwarzpappel als Symbol für das Werden und das Vergehen in der Natur. Ein Insektotel bietet wild lebenden Insekten Schutz und Wohnraum. Eine Duftorgel vermittelt exotische Gerüche. Aus dem „grünen Licht“ der Weidenpyramide blickt man auf die vielfarbigen Wildblumenbeete. Im Bereich Schmecken verkostet man verschiedenste Kräuter. Auf den verschlungenen Wegen des Fühlens kann man mit den Fußsohlen die unterschiedlichen Wegbeläge erleben und mit den Händen Steine und Rinden begreifen. Im Zimmer Hören komponiert man auf dem Xylophon oder an den Triangeln eigene Melodien im Rhythmus der Schlaginstrumente. Über 800 zum Teil beschriftete Pflanzen begeistern die Gartenspezialist/inn/en.
Öffnungszeiten: Der Garten ist ganzjährig zugänglich. Führungen für Gruppen nach tel. Vereinbarung.